Obedience

Der Begriff Obedience kommt aus dem englischen und hat dort die Bedeutung: Gehorsam.

Freudig meistert der Hund, zusammen mit seinem Teamgefährten Mensch, verschiedene Übungen und zeigt hierbei ein kontrolliertes Verhalten in unterschiedlichen Situationen.
Eine weitere große Herausforderung ist die Distanzarbeit, bei der der Hund auch mit einem Abstand zum Hundeführer bereitwillig gehorcht. Obedience ist eine ruhige Sportart, so dass sich auch ältere Hundeführer/innen angesprochen fühlen.
Was Obedience so attraktiv macht, ist die Tatsache, dass es mit wirklich jedem gesunden und normal sozialisierten Hund betrieben werden kann.

Leistungsstufe Beginner

In der Beginner-Klasse wird die Sozialverträglichkeit der Hunde untereinander sowie das Verhalten gegenüber anderer Menschen, das sogenannte Stehen und Betasten überprüft.
Für diese Übung werden mindestens 3 Teams zusammen auf den Platz getestet. Eine weitere Aufgabe in der Gruppe ist die Ablage über 2 Minuten.
Weitere Bestandteile dieser Leistungsklasse ist eine kurze Leinenführigkeit und Freifolge im Normalschritt sowie das Sitz aus der Bewegung. Darüber hinaus wird das Abrufen und ein Voraussenden zur abgelegten Leine sowie ein Apport auf ebener Erde verlangt.

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Leistungsklasse 1
In dieser Leistungsklasse werden in der Gruppe eine Ablage über 3 Minuten sowie ein Absitzen über 1 Minute, jeweils mit Sichtkontakt zum Hundeführer verlangt.
In der Leinenführigkeit sowie in der Freifolge wird der Normal- sowie der Laufschritt gefordert.Eine weitere Übung ist das Platz aus der Bewegung. Wie auch in der Beginner-Klasse wird das Abrufen und das Voraussenden zur zuvor abgelegten Leine geprüft, ebenso ein Apport auf ebener Erde. Als vollkommen neue Übung in dieser Leistungsstufe ist die Distanzkontrolle. Hierbei wird der abliegende Hund aus 15 Meter Entfernung durch seinen Hundeführer ins Sitz und anschließend wieder zurück ins Platz gebracht. Dabei darf sich der Hund nicht von der Ausgangsstelle wegbewegen.

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Leistungsklasse 2
Als Gruppenübungen werden hier das Absitzen über 2 Minuten in Sichtweite des Hundeführers und eine 3 minütige Ablage außerhalb der Sichtweite des Hundeführers gezeigt.
Es gibt keine Leinenführigkeit mehr.
In der Freifolge werden Normal-, Lauf- und langsamer Schritt verlangt.
Ähnlich wie bei der Begleithundprüfung wird außerdem ein Sitz und ein Platz aus der Bewegung verlangt.
Das Abrufen des Hundes wird erschwert, indem der Hund während seines Herankommens auf halber Strecke ins Steh gebracht wird, um anschließend in gleich schnellem Tempo den Weg zu seinem Hundeführer fortsetzt.
Eine weitere Übung ist das Voraus in ein abgestecktes Viereck (die Box), wobei hier keine Leine mehr zur Orientierung des Hundes liegt.
Die Distanzkontrolle wird ausgeweitet um die Position Steh, so dass der Hund auf 15 Meter Entfernung seine Position insgesamt 3x wechseln muss.
In der Leistungsklasse 2 gibt es 2 Apportierübungen.
Zum einem hat der Hund eine Holzhantel über eine Hürde zu apportieren, zum anderen muss er einen Metallgegenstand auf ebener Erde apportieren.
Eine neue Übung in dieser Klasse ist die Geruchsunterscheidung. Hierbei muss der Hund aus 6 Hölzern das heraussuchen, was der Hundeführer zuvor bei sich getragen hat. Hierzu hat der Hund 3 Minuten Zeit.

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Leistungsstufe 3
Auch hier werden Gruppenübungen verlangt. 2 Minuten absitzen und 4 Minuten abliegen werden außer Sicht des Hundeführers überprüft.
Die Freifolge gestaltet sich in dieser Klasse sehr lang. Winkel und Kehrtwendungen werden in allen 3 Gangarten gezeigt. Außerdem können Seitenschritte und Rückwärtsschritte verlangt werden.
Beim Abrufen muss der Hund nach einem Drittel der Strecke ein Steh zeigen, nach einem weiteren Drittel ein Platz und danach einen perfekten Abschluss. Diese ganze Übung muss in einem gleichmäßigen Tempo durchgeführt werden.
Das Voraus wird über Eck durchgeführt. Zunächst wird der Hund an einen 10 Meter entfernten Kegel geschickt, dort muss er halten. Von dort aus wird er weiter geschickt in die ca. 25 Meter entfernte Box.
Das Apportieren wird ebenfalls auf 2 Varianten geprüft.
Zum einen wird die sogenannte Richtungsapport verlangt. Das Team stellt sich 10 Meter von einer Pylone entfernt auf. Weitere 10 Meter entfernt werden 3 Apportierhölzer ausgelegt. Das mittlere Holz liegt genau gegenüber der Pylone. (Pylone zwischen Team und Holz). Jeweils im Abstand von 5 Meter werden rechts und links ein weiteres Holz ausgelegt. Welches Holz der Hund bringen muss, wird zuvor ausgelost. Es wird niemals das mittlere Holz sein. Bei dieser Übung wird der Hund zunächst zur Pylone geschickt und dort zum Halten gebracht. Anschließend wird er zum Apport des ausgelosten Holz geschickt.
Als weitere Apportübung muss ein Metallgegenstand über eine Hürde apportiert werden.
Die Distanzkontrolle beinhaltet in dieser Klasse insgesamt 6 Positionswechsel. Z. B. aus dem Platz “ Sitz “ Steh “ Platz “ Steh “ Sitz “ Platz.
Die Geruchsunterscheidung ist nahezu identisch mit den Anforderungen der Klasse 2. Jedoch hat der Hund für diese Übung nur noch maximal 1 Minute Zeit.

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